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Rohe Kunst

  • diekultussen
  • vor 3 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Wir haben einen Künstler des Berner Ateliers Rohling in der Collection de l'Art Brut in Lausanne entdeckt: Clemens Wild, der meist Frauen, die er in seiner Heimumgebung trifft, porträtiert. Zum Beispiel Reinigungskräfte über die er dann auch Texte schreibt. So erfährt man etwa über die in Schichten arbeitende Romy, dass sie in einem Gospelchor singt. Wilds Werk wurde kürzlich in die Collection de l'Art Brut aufgenommen.

Die Institution, die ihr Bestehen dem französischen Künstler und Sammler Jean Dubuffet (1901-1985) verdankt, feiert aktuell ihr 50-jähriges Jubiläum. Dubuffet überliess seine Sammlung an Kunstwerken, die abseits des Kunstbetriebs entstanden der Stadt Lausanne im den Siebzigerjahren. Seit 1976 ist sie im Château de Beaulieu beheimatet und öffentlich zugänglich. Nicht nur Kunst von Häftlingen oder Künstler:innen, die ihr Leben in psychiatrischen Anstalten verbrachten, faszinierten Dubuffet. Er suchte auch in der Schweizer Volkskunst nach unverfälschtem rohen Ausdruck.

Diesen findet man zweifelsohne in dieser Maske, die ganz schön gruselig grinst.


Ausstellung: bis 27.9., Collection de l'Art Brut, Lausanne

 
 
 

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