Malen gegen das Trauma
- diekultussen
- 27. Apr.
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Die Künstlerin und Autorin Leonora Carrington (1917-2011) wurde in England geboren, gehörte im Paris der Dreissigerjahre zum Kreis der Surrealisten und verbrachte den grössten Teil ihres Lebens in Mexiko. In Paris hatte sie den Künstler Max Ernst kennen und lieben gelernt. Die beiden lebten im besetzten Frankreich gemeinsam auf einem Bauernhof. Als Max Ernst verhaftet wurde, ging Carrington nach Spanien, wo sie ein Trauma erlebte. Ein psychotischer Schub brachte sie zeitweise in eine Heilanstalt. Das Erlebte verarbeitete sie in Texten und in ihrer enigmatischen Malerei.

Das Musée du Luxembourg in Paris zeigt aktuell eine Retrospektive dieser Künstlerin, die sich im Boys Club der Surrealisten zu behaupten wusste:

Sie hatte keine Zeit eine Muse zu sein, weil sie damit beschäftigt war, eine Künstlerin zu werden.

Ihre Malerei war unter anderem von der irischen Mythologie beeinflusst, die ihr ihre Grossmutter vermittelt hatte. Die Gans erscheint in dieser Folklore oft als ein Bote aus der Anderswelt. Die Küche der Grossmutter wird in Carringtons Gemälde zum mythischem Ort an dem sonderbare Gestalten alltägliche Arbeiten verrichten.
Ausstellung: bis am 19. Juli, Musée du Luxembourg, Paris.




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