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Ausblicke ins Wunderland

  • diekultussen
  • 2. Nov.
  • 1 Min. Lesezeit
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Die in Zürich lebende Künstlerin Klodin Erb, präsentiert mit ihrer Ausstellung "Vorhang fällt, Hund bellt" im Aargauer Kunsthaus mehr als Malerei: sie erweiert das Medium um Textil- Video- und Objektkunst und spielt dabei mit ganz vielen Referenzen aus der Kunstgeschichte und der Popkultur. Das grosse Wandbild im Stil einer barocken Trompe l'Oeil - Malerei gibt den Blick auf einen wolkigen Himmel frei und ist nur einer von vielen überraschenden Ausblicken.


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Ihre Hommage an Meret Oppenheims Pelztasse bestückt die Künstlerin mit einer Zitrone. Die gelbe Frucht ist eine Art Leitmotiv der Schau. Erb tritt in einem Video gar selbst als Zitrone verkleidet auf.

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Hommage an den mittelalterlichen Maler Petrus Christus: anstelle des Gesichtes einer holden Jungfer ist eine mysteriöse Glaskugel - die Welt? - getreten.

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Hommage an Coreggio? Der Maler aus der Rennaissance malte "Leda und der Schwan" besonders sinnlich. Klodin Erb topt die tierische Erotik noch, verweist aber auch auf das Gewaltvolle und Missbräuchliche des Akts. Zur Erinnerung: Zeus nahm bekanntlich die Form eines Schwans an, um sich Königin Leda zu nähern, ohne Ehefrau Hera zu erzürnen. Leda legte in der Folge Schwaneneier aus denen Zwillinge schlüpften. Ei, ei.

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Porträtserie mit teils fragwürdigen Ikonen: da grinst unter anderen die Sektenführerin Uriella.


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Paradies mit Discokugel: Erb entführt in Gegenwelten, die zauberhaft, grotesk und überraschend wie Alices Trip ins Wunderland sind. Hingehen und reinfallen oder um es mit LSD-Guru Timothy Leary zu sagen: Turn on, tune in, drop out!


Ausstellung: bis 4.1., Aargauer Kunsthaus.

 
 
 

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